Bashars Geschichte
Als Bashar 2015 nach Deutschland floh, war er gerade mal 15 Jahre alt. In seiner Heimatstadt Aleppo drohte ihm der Einzug zum Militär und anderen Milizen. So verwendete die Familie ihre gesamten Ersparnisse, um Bashar in Sicherheit außer Landes zu bringen.
In Berlin angekommen stellte Bashar mit der Unterstützung seiner Vormundin Meral einen Asylantrag, in der Hoffnung, seine Angehörigen in Sicherheit zu bringen. In dieser Zeit verschärfte sich die Lage in Aleppo rapide. Die Stadt wurde vom syrischen Regime eingekesselt und die Familie konnte die Stadt nicht mehr verlassen da keine humanitären Fluchtkorridore offengehalten wurden. Während der monatelangen Belagerung wurde die Stadt stark von der syrischen und russischen Luftwaffe bombardiert und viele Wohnhäuser und zivile Infrastruktur getroffen. Bashars Vater beteiligte sich in dieser Zeit an freiwilligen Rettungsaktionen, um Bombenopfer aus den Trümmern zu retten. Bei einem dieser Einsätze im Juni 2016 wurde er selbst Opfer eines Bombenanschlags am Bergungsort. Der Tod des Vaters und der spätere Verlust ihres Hauses durch die Bombardierungen haben die Familie emotional und finanziell schwer getroffen.
Die Trauer und die Angst um seine Familie haben Bashar schwer belastet denn er konnte mit seiner Familie nur per Telefon Kontakt halten da ihm als Kriegsdienstverweigerer, bei der Einreise nach Syrien eine Gefängnisstrafe droht.
Trotz der großen Belastung hat Bashar seit er in Deutschland lebt, sich einen engen Freundeskreis aufgebaut, erfolgreich die Schule abgeschlossen und eine Ausbildung zum Sozialassistent für Pflege begonnen.
Am Ende des Asylverfahrens wurde Bashar zwar ein Schutzstatus zuerkannt, die Familienzusammenführung mit seiner Mutter wurde jedoch abgelehnt, obwohl er noch minderjährig war.
Die jetzige Lage der Familie in Aleppo ist weiterhin prekär. In der schwer zerstörten Stadt herrscht eine humanitäre Notlage und obgleich es auch die beiden jüngeren Brüder von Bashar geschafft haben, trotz des Krieges, die Schule fortzusetzen droht auch ihnen der Einzug zum Militär. Der Ältere studiert nun an der Universität. Der jüngere Bruder verliebte sich und ist Vater eines kleinen Mädchens geworden. Sie wurde nach Meral - Bashars ehemaliger Vormundin und Vorstandvorsitzende von unserem Verein FBS e.V. - benannt. Das neue Familienmitglied hat viel Freude gebracht und doch lasten die siebenjährige Trennung und die Unsicherheit weiterhin schwer auf der Familie.
Was Du machen kannst: werde Teil unserer Sponsor:innen Community, durch Deine Spende wird die Wiedervereinigung ermöglicht